Die Erfindung des Prinzips der Nachhaltigkeit

- © K. Mayhack - Fotowettbewerb "Ohne ihn..."
Übernutzung, Waldweide und Energiehunger führten im Mittelalter zur Formulierung des Grundprinzips der Nachhaltigkeit. Die Grundidee wurde erstmals 1560 in der kursächsischen Forstordnung formuliert. Vereinfacht besagte es, nicht mehr Holz zu nutzen, als auf Dauer nachwächst. Der Begriff der "Nachhaltigkeit" selbst wird auf eine Publikation von Hans Carl von Carlowitz aus dem Jahr 1713 zurückgeführt. Er hat im Laufe der letzten 300 Jahre eine stetige Weiterentwicklung erfahren.
Die darauf basierende Entwicklung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung ist eine wesentliche kulturelle Errungenschaft, die inzwischen auch Eingang in zahlreiche andere Wirtschafts- und Lebensbereiche und weltweite Anerkennung gefunden hat.
Die Brundtland-Kommission (1987) und die Rio-Konferenz (1992) haben den Nachhaltigkeitsbegriff als "Sustainable Development" in die internationale Diskussion eingeführt. Nach heutigem Verständnis umfasst das Prinzip der Nachhaltigkeit einen Ausgleich zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten über Generationen und Regionen hinweg. Auch immer mehr Unternehmen fühlen sich dem aus der Waldbewirtschaftung stammenden Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet.





