Das Symbol des Koniferenzweiges
Der Nadelzweig steht für die borealen Nadelwälder. Diese Wälder wachsen nur in der kaltgemäßigten
Klimazone der Nordhalbkugel (Skandinavien, Sibirien, Mongolei sowie Kanada und Alaska) sowie in den Hochlagen der Gebirge. Der boreale Nadelwald ist mit etwa 1,4 Milliarden Hektar der größte zusammenhängende Waldkomplex der Erde und wird in seinen Kerngebieten oft nur von wenigen Baumarten (zum Beispiel Tannen, Kiefern, Fichten und Lärchen) geprägt.
Die Zahl der Tier- und Pflanzenarten, die in diesen Wäldern leben ist aber durchaus groß. Am Boden dieser lichten Wälder wachsen viele Pflanzenarten (Sträucher, Kräuter, Moose und Flechten). Darüber hinaus beherbergt der boreale Nadelwald mehr als 300 Vogelarten und ist der Lebensraum von zahlreichen Säugetieren. Flüsse und Seen der borealen Nadelwälder beherbergen verschiedene Fischarten, darunter viele Lachsarten. Trotz der Kälte gibt es auch viele Arten von Amphibien und Reptilien.
Der Nadelzweig steht gleichzeitig auch für die auf der Nordhalbkugel wichtigsten forstwirtschaftlich genutzten Baumarten. Nadelbäume kommen nicht nur in der borealen Klimazone vor, sondern sind auch in der gemäßigten Klimazone weit verbreitet. In Mitteleuropa und in Deutschland ist beispielsweise die Fichte der Brotbaum der Forstwirtschaft. Ausschlaggebend sind hier - wie auch bei den anderen Arten - der gerade Wuchs, das rasche Wachstum, die geringen Ansprüche an den Standort und die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten des Holzes: von der Papier- und Zellstoffherstellung, als Bau- und Möbelholz bis hin zur Verwendung als Klangholz in Musikinstrumenten.
In den Hoch- und Steillagen unserer Gebirge haben Fichtenwälder eine wichtige Schutzfunktion, da sie als Schutzwälder die besiedelten Täler vor Lawinen und Steinschlägen schützen.





